Evangelischer Kirchentag sucht noch Privatquartiere
Evangelischer Kirchentag
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2.300 Schlafgelegenheiten werden gesuch: Besonders barrierefreie Zugänge sind wichtig.    Symbolbild
2.300 Schlafgelegenheiten werden gesuch: Besonders barrierefreie Zugänge sind wichtig. Symbolbild

Unterkunft. Vom 19. bis zum 23. Juni reisen zehntausende Menschen ins Ruhrgebiet. Die Veranstalter*innen suchen noch private Gastgeber*innen.

Wie schwierig es sein kann, einen Schlafplatz zu finden, wenn viele Menschen zeitgleich auf der Suche nach einem warmen Bett sind, erfahren Studierende oft noch vor ihrem ersten Semester. In den Tagen des Evangelischen Kirchentages in Dortmund, der am Mittwochnachmittag des 19. Juni mit fünf Eröffnungsgottesdiensten startet und bis Sonntag zu Vorträgen und Konzerten einlädt, wird es eng im Revier. Die Veranstalter*innrn haben daher eine „Schlummernummer“ eingerichtet. Ruhrpottler*innen von Lünen bis Hagen und von Unna bis Gelsenkirchen werden gebeten dort anzurufen, um älteren Menschen, kleinen Familien mit Kindern und ausländischen Gäst*innen über das Fronleichnamwochenende eine Schlafstelle anzubieten.

2.300 Betten suchen:„So schnell, wie möglich“

Ein Bett kommt ebenso infrage, wie eine Liege oder Schlafcouch. Tagsüber sind die Gäste in Dortmund auf dem Kirchentag unterwegs, sagt Marita Bräker vom Kirchentag und fügt hinzu: „Wer sich unsicher ist, hat mit der Schlummernummer die Möglichkeit, Fragen zu stellen.“
Insbesondere für Menschen mit Behinderungen sucht der evangelische Kirchentag noch barrierefrei zugängliche Schlafplätze. Insgesamt fehlen noch 2.300 Quartiere. „Tatsächlich haben sich bisher aus Bochum die meisten Gastgeber gemeldet“, erzählt Bräker. Auch in Bochum bliebe aber noch Luft nach oben. Da bei den Vermittlungen Punkte wie Katzenhaarallergien und Fremdsprachenkenntnisse zu beachten seien, und die Gäst*innen vier Wochen vor dem Kirchentag die Kontaktdaten übermittelt bekommen, sollen sich Interessierte „so schnell wie möglich“ melden, spätestens aber bis Anfang Mai. Bräker erzählt, dass bei vergangenen Kirchentagen über Privatquartiere schon viele Freundschaften entstanden seien. Auch dieses Mal zeigten die Gespräche: „Viele Leute freuen sich darauf, neue Leute kennenzulernen.“
        

:Jonathan Josten