Kolumne

Innenminister Herbert Reul ist zufrieden. Ein weiterer Großeinsatz gegen so genannte Clan-Kriminalität hat hunderte Beamte von Polizei und Zoll den Samstagabend gekostet. Aber das ist nichts gegen die enormen Erfolge der Kampagne: Tabak, ein bisschen Marihuana und eine zu voll besetzte Limousine, außerdem einige Waffen.

Zur Weihnachtszeit drehen alle durch – Von wegen besinnliche Adventszeit, überall nur Hektik und merkwürdiges Verhalten. Wie soll man sich sonst erklären, dass Menschen wie von Sinnen auf die Weihnachtsmärkte strömen, auf der Suche nach dem perfekten Geschenk oder wenn man das schon aufgegeben hat, auf der Suche nach Sinne betäubendem Glühwein. Auch an der Uni bricht Weihnachtsstimmung aus. Studierende rollen mit ihren Koffern über wackelige Platten, leihen noch schnell Bücher aus, schmeißen sie wieder weg und flehen die Dozierende nach einer Fristverlängerung an, „es ist schließlich Weihnachten“ und da läuft bekanntlich alles anders. Auf dem Seminarplan steht plötzlich „Kekse essen“ und „Weihnachtsgeschichten lesen“.  Und wenn man dann nach Hause kommt, hört man „Last Christmas“; schließlich muss man in Stimmung kommen. Da schnappe ich mir lieber meinen Rotwein, setze mich gemütlich ans imaginäre Kaminfeuer und warte auf Heiligabend – dann fällt der ganze Stress ab und es herrscht besinnliche Ruhe.         

:mag

„Warum hast Du denn so ein großes Maul?“ „Damit ich Dich besser fressen kann!“ Es war einmal vor langer, langer … vor zwei Wochen, als das kleine Blaumännchen auszog, um die Befestigung seines Dorfes auszubessern.

„Deine Armut kotzt mich an“ – ja, mich auch. Dennoch ist es keine Rechtfertigung, mit den Augen zu rollen. Vor allem, wenn ich in meiner prekären Situation den Sättigungsgrad von Brötchen und Mexico-Stange vergleichen muss.

„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“, urteilen die drei Engel in Goethes Faust über den Protagonisten. Eine Einstellung, die auch aus der Feder des CDU-Vorsitzaspiranten Friedrich Merz stammen könnte.

Die Junge Union (JU) Limburg war in Berlin. Daran ist erst einmal nichts besonders, denn es gehört zur konservativen Kaderschmiede der CDU, das politische Leben in der Hauptstadt zu erkunden. Aber darüber hinaus gilt bei der JU der Grundsatz „50% Politik, 50% Party“, wie der Kreisverband mitteilte. Ob das Singen von Wehrmachtsliedern jetzt zu Party oder Politik zählt, ist man sich in Hessen nicht sicher. Fest steht jedoch, dass man sich keiner Schuld bewusst ist, da an dem Lied, das die Nationalsozialisten beim Einmarsch in fremde Länder gesungen hatten, nichts verwerflich sei. Dass die Junge Union nun im Rampenlicht der Berichterstattung steht, gefällt den Möchtegern-Wehrmachtssänger*innen ganz und gar nicht. Man versteht die Aufregung sowieso nicht, schließlich geschieht in Berlin viel Schlimmeres, beispielsweise Cannabiskonsum. Und eins steht für die JU sowieso fest: Sie sind die Organisation, die am besten feiern kann. Mein Vorschlag an die Junge Union: versucht es beim nächsten Mal in Themar …          

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TÖTÖÖÖ TÖTÖÖÖ! Da simma dabei, dat is‘ primaaaa … Da simma wieder inner schönsten Jahreszeit überhaupt wa? Is‘ dat nich‘ schöööön? Ja, dat is‘ nich‘ schön.

Das Wörterbuch der Deutschen Sprache definiert „Notfall“ als eine „plötzlich eintretende schwierige, gefahrvolle Situation“. Einhergehend mit dieser Situation ist eine drohende Gefährdung für Sachen, Tiere oder die körperliche Unversehrtheit von Menschen. Der medizinische Notfall ist in fünf Kategorien unterteilbar. Vom Alltagsnotfall über die Katastrophe bis zum Seuchenfall. Abseits von den medizinischen Notfällen gibt es noch andere Notsituationen, die der Hilfe Dritter benötigen. Weltweit gibt es für die schnelle Hilfe Notrufnummern. Die in Deutschland genutzten Nummern sind 112 und 110. Um einen Notfall korrekt zu melden, ist es wichtig, den geregelten Ablauf eines Notrufs zu beachten: Wo ist etwas geschehen? Was ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art von Notfall liegt vor? Wer meldet?
Eine missbräuchliche Nutzung des Notrufs ist strafbar.
Ob es im Studierendenparlament der Ruhr-Universität je zu einem Notfall kam, ist der Redaktion nicht bekannt.

:juma

Danke, Uli Hoeneß! Durch deine verbale Breitseite gegen die Medien per se hast du den FC Bayern wieder an die Spitze gebracht.

Ein Washington-Post-Journalist wird im saudi-arabischen Konsulat in der Türkei getötet. Mit großer Wahrscheinlichkeit auf Befehle des Kronprinzen. Was ist die erste staatsmännische Reaktion des US-Präsidenten?

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