Kolumne

„Mich haben sie nicht bekommen“, säuselt Hans Leichtgläub grinsend vor sich hin und reibt sich dabei zufrieden seine altgrauen Hände. Enthusiastisch, mit der Kraft eines 17-jährigen Jungspundes, erhebt er sich von seinem monströsen, halbverwesten, grüngelblichen Ohrensessel und schlendert hinüber zum Konservenschrank, der eigentlich gar kein wahrer Konservenschrank ist, lediglich einer sein sollte. In dem nur halb und zum Teil abwegig aufgebauten Ikeaschrank stehen hunderte Energydrinkdosen. Stolz wie ein neugeborener Erfinder bei seiner ersten Heureka-Erfahrung bewundert er sein lebenssicherndes Werk.

Season changes are never easy as you still remember the long and hot days of summer. The idea of white cold snow suddenly seems terrifying. The darkness outside isn’t too helpful either. You have no motivation to leave your nice and cozy bed. Wake up! Even winter can be fun.

 „Wir schenken uns nichts“ –Wieder einmal, alle Jahre wieder. Aber was? Wir haben noch einige Tipps für Kurzentschlossene und alle, die nach den Feiertagen in Gutscheinen und zu viel Geld ertrinken.

Wer das passen­de Geschenk für den/die unver­meidliche/-n ModellbahnbastlerIn im Bekanntenkreis noch nicht gefunden hat, dem sei dieses wärmstens empfohlen: Der neue Castor-Schmalspurzug zum Selberschottern. Es ist fast wie bei Loriots legendärem Sketch „Wir bauen ein Atomkraftwerk“ – nur realistischer, da interaktiv.

„Wirklich nur die drei Tage“, flehte der alte Mann. Drei Tage – damit hatte sein Bart nichts zu tun. Wie eine geplatzte Wolke hing er ihm im gutgenährten Gesicht. Schneekristalle waren daran festgefroren, und der bittende Mund war unter dem weißen Zuckerwattegestrüpp kaum zu erkennen.

Diesmal: Weihnachtsdeko

Heute mal eine Anekdote aus allerjüngster Vergangenheit.

Unaufhaltsam hereingebrochen ist die Zeit
Diese Zeit der geheuchelten Freundlichkeit
Komm, wir tun so als hätten wir uns lieb
Vergeben Rabeneltern und jedem Dieb
Denn es ist ja Weihnachten, der Liebe Fest
Wir fressen viel und hängen Müll ins Geäst

Die Deutschen scheinen eine neue Volksdroge für sich entdeckt zu haben: Hoher Suchtfaktor, das Gefühl, im Streben nach Glückseligkeit mindestens 21 Level weitergekommen zu sein und die euphorische Hoffnung, den Gipfel der Individualität erstürmt zu haben. Dies sind nur einige der phantastischen Wirkungen. Die Dröhnung hat einen Namen...

Die Tüten sind schwer, mein Rücken ist krumm, ich bin müde. Die Bahn steht schon bereit, Charon wartet. Ich renne, zumindest versuche ich zu rennen. Meine Gelenke kreischen. Eine Tüte gleitet mir aus der Hand. Der Inhalt breitet sich auf dem kalten Asphalt aus, mitten auf der befahrenen Straße. Ungeduldiges Hupen.

Raketen… Türkei… da war doch was? Bereits vor 53 Jahren, inmitten des kalten Krieges, hatte man schon einmal Raketen in der Türkei stationiert. Fünfzig nuklear bestückte Mittelstreckenraketen, die auf die UdSSR gerichtet waren und ihren Beitrag zum ‚atomaren Gleichgewicht‘ und zur ‚Erstschlagfähigkeit‘ der Vereinigten Staaten leisten sollten.

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