Frauenrechte
Kämpferisch, aber friedlich: Die Demonstration verlief ohne Vorfälle.
Gemeinsam für Frauenrechte und mehr: Rund 900 Menschen sind bei der Frauen*kampftagdemo erschienen. Bild: stem

Demonstration. Vergangenen Freitag war der 100. Weltfrauentag. Neben einer Demo in Düsseldorf am Samstag fand auch in Bochum eine Veranstaltung statt. Zahlreiche Menschen protestierten in der Bochumer Innenstadt.

Tanzen gegen Gewalt an Frauen
Tanzen gegen Ungerechtigkeit: Mit einer Choreografie möchten die Teilnehmenden auf die Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Bild: One Billion Rising

Flashmob. Am 14. Februar gehen in 200 Ländern auf der Welt und 180 Städten in Deutschland Menschen im Rahmen der Aktion ONE BILLION RISING auf die Straße.

Kommentar: Abtreibungsgesetz in Polen: Wo bleibt die körperliche Selbstbestimmung?
Pro Selbstbestimmung der Frau: Die RUB zeigt sich solidarisch. Männer und Frauen gegen das Abtreibungsverbot in Polen. Fotos: kac

Im polnischen Parlament wurde in erster Lesung ein Gesetzentwurf genehmigt, der nahezu das Totalverbot von Abtreibungen bedeutet. Zwei weitere Lesungen sollen folgen; die Sache ist also noch nicht entschieden. Viele PolInnen demonstrieren gegen die geplante Verschärfung des ohnehin schon restriktiven Abtreibungsgesetzes. Frauen in ganz Europa solidarisieren sich mit ihnen und nehmen im Internet unter dem Hashtag #CzarnyProtest (schwarzer Protest) teil.

Essay: Ob Köln, Istanbul oder Frankfurt – der Feminismus demonstrierte
Auch lange nach dem Wahlrecht: Der Weltfrauentag bleibt wichtig und spannend. Historisches Plakat 1914.

Sexualisierte Gewalt ist seit der Kölner Silvesternacht ein Dauerthema. Vergangenen Samstag demonstrierten nun etwa 4.000 Menschen in Köln – gegen Sexismus und gegen die fremdenfeindliche Instrumentalisierung der Geschehnisse. Anlass der linken feministischen Demonstration war der vorausgegangene Weltfrauentag am 8. März. Auch andernorts wurde um jenes internationale Datum herum für Frauenrechte demonstriert. In der Türkei stellten sich mutige Frauen trotz Polizeigewalt gleich zweimal gegen das autoritäre Regime.

Wie steht Amnesty International in Bochum und Dortmund zur Prostitution?

Vergangene Woche hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) beschlossen, sich im Interesse der SexarbeiterInnen zukünftig auch für die Entkriminalisierung der Prostitution einzusetzen. Bereits die interne Diskussion im Vorfeld hatte international Aufsehen erregt und eine heftige Debatte ausgelöst. Die :bsz hat aus diesem Anlass die AI-Gruppen in Bochum und Dortmund zu ihrer Einschätzung des Beschlusses sowie zum Thema Frauenrechte befragt.

Lesung „Widerstand und gelebte Utopien“
Warum gehen manche Kurdinnen zum Kämpfen in die Berge? Bei der Lesung gab es einige Antworten. Foto: Redaktion

Die PKK ist die Guerillabewegung mit dem höchsten Frauenanteil in ihren Reihen. Warum eigentlich? Und was bewegt diese Frauen? Am Donnerstag stellten zwei Aktivistinnen des Vereins CENÎ in kleiner Runde das im Autorinnenkollektiv entstandene Buch „Widerstand und Gelebte Utopien. Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan“ vor – eine Mischung aus Interviews mit Guerillakämpferinnen und Darstellung der ,Frauenfrage‘ innerhalb der ,KurdInnenfrage‘ aus PKK-naher Sicht.

Prä- und Postvention bei Missbrauchsverbrechen
Umdenken und Umlenken: ProtestantInnen demonstrieren am 22. Dezember in Neu-Delhi gegen die noch in weiten Teilen des Landes akzeptierte Gewalt gegen Frauen. Foto: Nilroy (Nianjana Roy), Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Neu-Delhi: Am 16. Dezember wurde eine 23-jährige Studentin in einem fahrenden Bus von mehreren Männern brutalst vergewaltigt, unter anderem mit Eisenstangen penetriert. Zwei Wochen später erlag die junge Inderin ihren schweren inneren Verletzungen.
Pondicherry: An Neujahr wurde eine 17-jährige Schülerin von zwei Männern aus einem Bus gelockt und anschließend vergewaltigt.
Punjab: Erneuter Fall von Gruppenvergewaltigung. Ein Polizeisprecher gab am 13. Januar bekannt, dass eine 29-Jährige sieben Männer anklagt, sie, ähnlich wie im Fall der verstorbenen Studentin aus Neu-Delhi, in einem Bus entführt und anschließend vergewaltigt zu haben. Einer der Angeklagten hat die Tat bereits gestanden.
In Indien vergrößert sich derzeit die Welle der Proteste: Frauen müssen besser geschützt werden und die indische Polizei tut zu wenig gegen die zahlreichen Vorfälle sexueller Nötigung und Gewalt.