In Kürze

Nach 12 Jahren und der finalen siebten Staffel hat Star Wars: The Clone Wars nun endlich seinen verdienten Abschluss bekommen. Die Animationsserie, die zwischen „Angriff der Klonkrieger“ und „Die Rache der Sith“ angesiedelt ist, wurde einst nach der Disney-Übernahme von Lucasfilm frühzeitig abgesetzt. Doch der nachfolgende Fanaufschrei zeigte Wirkung: Für zwölf Folgen kehrte die Serie, die zu Beginn noch deutlich an Kinder gerichtet war, im Laufe der Zeit aber immer ernster und dunkler wurde, zurück. Während die ersten acht Folgen nette Geschichten erzählen, aber nicht weltbewegend sind, haben es die letzten vier in sich. Parallel zu den Geschehnissen zu „Die Rache der Sith“, mit zahlreichen Anspielungen und teilweise sogar direkten Szenen aus dem Film, erlebt die ehemalige Jedi-Ritterin Ahsoka Tano die letzten Tage der Klonkriege und der Galaktischen Republik, inklusive Order 66. Selbst wenn man weiß, was kommt, erschafft die neue Perspektive auf die bekannte Geschichte dennoch Spannung. Absolutes Highlight: Die mit Motion-Capture aufgenommenen Lichtschwertkämpfe!

:kubu

In dem neuen Podcast Rabbit Hole von der New York Times zeichnet Tech-Journalist Kevin Roose die Online-Radikalisierung eines jungen Manns nach. Caleb war ursprünglich, wie er es beschreibt, nur oberflächlich politisch interessiert. Doch als er sein Umweltwissenschafts-Studium abbrach und von sozialen Kontakten isoliert war, fand er durch Youtube-
Videos Anschluss an die Alt-Right. Der Algorithmus schlug ihm zunehmend extremere Videos vor, die er aufsog, bis er an einer Ideologie angelangte, in der er den Amoklauf in der neuseeländischen Stadt Christchurch guthieß. Der Podcast zeichnet diese Radikalisierung sorgfältig anhand von Calebs Browser-Chronik und Gesprächen mit ihm nach. Aber auch, wie der Algorithmus zustande kam, wird anhand des französischen Google-Entwicklers gezeigt, der diesen entwarf.
 In der Audio-Serie geht es darum, was passiert, wenn sich unser Leben in das Internet verschiebt und wie uns das verändert. Calebs Geschichte wird über die ersten drei Folgen des Podcasts erzählt, ab der nächster Woche folgen weitere. 

:stem

Für mich war das Versprechen von Netflix, dass es mehrere exklusive Dave Chappelle-Specials geben soll, damals der Abonnement-Grund. Diesmal gibt es kein Netflix-exklusives Stand-up-Special, sondern den Mark Twain Prize for American Humor, verliehen im Kennedy Center. Als 22. Preisträger*in erhielt Chappelle eine der höchsten Ehren für lustige Leute. Zu diesem Anlass sollte es „a weekend of celebration for Dave“ geben sowie einen Abend mit vielen hochkarätigen Gästen aus Musik, Comedy, dem*der eine*n oder andere*n Politiker*in und natürlich Daves Familie. In dem 85-minütigen Special erhält man Einblicke in frühe Anfänge, wie Daves Auftritt mit 19 Jahren bei Star Search im Jahr 1993, seine erste Rolle in einem Kinofilm, legendäre Stand-up-Sets, Half Baked, natürlich auch zur Chappelle‘s Show und seinem Comeback. Präsentiert im Mix aus Stand-up-Club-Besuchen, der Verleihung des Preises, Worten der Wertschätzung und unvergessenen Momenten. In erster Linie natürlich für große Chappelle Fans. #PraiseDave. Fun:Fact! Erster Preisträger war im übrigen Richard Pryor im Jahr 1998. Er gilt als das vermutlich größte Vorbild von Dave Chappele.                   

:fufu

Das Doppelalbum „Of Truth and Sacrifice“ ist, was man von Heaven Shall Burn mittlerweile erwarten darf: Groß, laut, schnell und der Beweis, dass man dem Metalcore nicht „entwachsen“ muss, wie viele ehemalige Größen des Genres, um ein gutes Album abzuliefern. Melodische Riffs über hämmernden Drums und dazu die unverkennbare Stimme von Marcus Bischoff sind einfach eine zeitlose Mischung. Doch ganz ohne Veränderungen geht es auch hier nicht: Auf dem Track „The Sorrows of Victory“ scheint Bischoff aus der Zusammenarbeit mit Blind Guardian‘s Hansi Kürsch etwas mitgenommen zu haben und zeigt seine Stimme von einer ganz anderen Seite. Am auffälligsten ist jedoch „La Résistance“, das auf einer Industrial Metal Platte absolut nicht fehl am Platz wäre. Erst in den letzten Tracks verliert das Album etwas an Treibkraft, weshalb der siebenminütige letzte Song die Geduld der Hörer*innen eventuell etwas überstrapaziert. Auch das ändert jedoch nichts daran, dass die fünfköpfige Gruppe aus Thüringen ein gebührendes Comeback abgeliefert hat.   

:kjan

Aus dem Nichts in der Nacht: Donald Glover Presents. Scheinbar nicht mehr unter seinem Alias Childish Gambino bringt der Alles-Könner Glover (auch als Schauspieler, Regisseur, Autor, Comedian und mehr tätig) ein neues Album heraus. Oder doch nicht? Über einen Livestream konnte man kurz reinhören, bevor fast jedes Lebenszeichen dieses Releases wieder aus dem Internet verschwunden war. War es nur eine Vorab-Version? Jedenfalls hatten wir einen kleinen Einblick. Und das was da zu hören war, ist wieder ganz große Kunst. Stimmgewaltig, soulig und experimentell macht Glover da weiter, wo sein „Awaken, my Love“-Ausflug aufgehört hat. Im Geiste von catchy 70s-80s und 90s Pop, Rock und Soul-Songs erfindet sich hier ein ganz eigener Sound: Depressiv-rebellisch und überrollend hoffnungsvoll.

Und so fühlt sich das Album auch an vielen Stellen an. Features gibt es dabei von Ariana Grande und 21 Savage. Besonders zu empfehlen: „Under the Sun“ & „Sweet Thang (Thank You)“

 :fufu

Mit der Women in Tech Show hat Edaena Salinas einen Podcast aufgebaut, der mittlerweile 150 Episoden umfasst. Salinas, die selbst Software Entwicklerin ist, unterhält sich dabei ausschließlich mit Frauen aus der IT-Branche.

Ein Boxer aus dem Ghetto, eine verzogene Milliardärstochter, ein Nazi-Opa, der „YouTube“ entdeckt und Rapper werden will - „Isi und Ossi“ ist geboren. Seit dem 14. Februar ist die Schnulze auf Netflix verfügbar. Bahnbrechend ist daran, dass es der erste deutsche Netflix-Film ist.

Lang ist‘s her, oder? Die europäische Herrschaft über die Welt und  dessen „friedliches“ Ende. All das wird in der dreiteiligen Dokumentation

Im April 1995 startete Jürgen Domian seine Telefon-Talkradio-Sendung. Fünf Tage die Woche begleitete er uns in der Nacht und hörte den Menschen zu. Der Kult-Talker des WDRs ist seit Dezember 2016 nicht mehr im Geschäft. Seit November letzten Jahres kam er mit DOMIAN LIVE zurück und spricht mit den Menschen über jedes erdenkliche Thema. Jedoch nicht mehr anonym, sondern Face-to-Face. Am 31. Januar findet die neuste Folge um 23:30 Uhr statt. Für alle, die nicht warten können, gibt es das Domian Archiv auf Spotify. Dort könnt Ihr alten Folgen lauschen und abspielen. Das Beste daran? Die Themen scheinen auch nach knapp vier Jahren aktueller denn je. Über Rassismus, Betrug oder Drogen wird in den unzähligen offenen Themennächten diskutiert. Und wer sich nicht überraschen lassen will, kann sich bei den Themennächten, die Themen wie „Feuer“, „Rache“ oder „Blut“ behandeln, durchhören. Für Fans von allerlei skurrilen, ist es eine schöne Abwechslung aus dem Alltagstrott.

:bena

Nach einer fast sechsjährigen Pause ist Bombay Bicycle Club mit einem neuen Album zurück! Die vierköpfige Londoner Band gründete sich 2005, produzierte allerdings seit 2014 keine gemeinsame neue Musik und pausierte seit 2016.

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