Poetry Slam
Audimax-Slam: Thomas Spitzer gewinnt in der Uni-Muschel
Fick dich, Natur: Slammer, Moderator und RUB-Student Jan Philipp Zymny setzt ein deutliches Zeichen. Foto: lor

Wenn ZuschauerInnen Kapuzineräffchen sind, Nicaragua als Parabel für Gesellschaftskritik verwendet wird und Omas aussehen wie Gandalf mit Gehstock, dann ist Poetry-Slam-Zeit: Der große Audimax-Slam vergangene Woche bot eine breite Palette an hochwertigen Texten. 

Fachkündige Jury hilft Dir beim Verbessern deiner Texte

„Eine Initiative des Fachschaftsrats Komparatistik für Studierende mit poetischer Ader“ – das ist der Kompa-Slam. Dieser findet dieses Jahr zum zweiten Mal am 14. Dezember statt – im Blue Square.

Audimax-Slam-Moderator Jan Philipp Zymny im Interview
Katapultiert Bären und würde sich gerne mit Schnabeltieren anfreunden: Jan Philipp Zymny.  Foto: Anna-Lisa Konrad

Der diesjährige Poetry Slam im Audimax der Ruhr-Universität am 30. November wird moderiert vom zweifachen deutschen Slammeister Jan Philipp Zymny. Unser Gastautor Marek Firlej traf sich mit dem Krawallliteraten und unterhielt sich mit ihm über schlimme Städte, das Studium und Schnabeltiere.

Zu Artikeln aus :bsz 1101 und 1102 zu Preispolitik im KulturCafé und NRW Slam
Kulturelle Vielfalt: Sind größere Slams an der RUB finanzierbar? (Im Bild: Tristan Kunkel beim Poetry Slam im KulturCafé). Foto: mar

In den letzten zwei Ausgaben haben wir mehrfach über die Preispolitik des AStA der RUB berichtet. Anlass war, dass eine Vorrunde des NRW-Slams teurer als üblich im KuCaf war. NRW-Slam-Mitorganisator Sebastian 23 zeigt seine Sicht der Dinge und sieht die Schuldigen woanders.

KulturCafé: Eintrittspreise stiegen bei großen Veranstaltungen
Die Kulturveranstaltungen machen den Studis Spaß: Aber die teuren  Tickets im KuCaf werfen Fragen auf.Foto:alx

Beim nächsten Campus-Slam im KuCaf soll der Eintritt fünf Euro, bei der nächsten Veranstaltung im Audimax sieben Euro betragen. Das entschied der AStA auf der Vorstandssitzung am 14. September. 

Kommentar: Teurere Tickets für Veranstaltungen im KulturCafé werfen Fragen auf

Bisher war mein Verständnis vom KulturCafé folgendes: Ein Ort, von Studierenden (dem AStA) betrieben, an dem Veranstaltungen von Studierenden (AStA, FSRs, Boskop, andere) für Studierende und alle anderen stattfinden. Das Ganze dann eben zu studierendenfreundlichen Preisen. Nun lockerte der AStA diese Grundsätze (siehe Seite 1 und 2), was nicht nur gutzuheißen ist.

Semesterbeginn im Zeichen lebendiger Literatur
RUB-Philosophie-Absolvent und Slam-Dichter Sebastian23: Begrüßt mit scharfzüngigen Anekdoten über die Allüren des akademischen Alltags ein Audimax voll ahnungsloser AnfängerInnen. Foto: kac

Über 4.000 Erstsemester hat die Ruhr-Uni am Montag willkommen  geheißen. Das sind zu viele für das Audimax: Die Begrüßung musste, wie im vergangenen Jahr, ins HZO übertragen werden. Auf Leinwänden konnte ein Teil der akademischen I-Männchen und -Weibchen verfolgen, wie unter anderem Rektor Schölmerich und Slampoet Sebastian23 vom Unileben erzählten. 

Dabei war Herr 23 am Freitag erst an der RUB: Die von ihm mitausgerichtete NRW-Meisterschaft im Poetry Slam wurde teilweise im KulturCafé ausgetragen – mehr zum Literaturspektakel in unserem Schwer:Punkt.

:Die Redaktion

„We trust! Show“ – krasse KünstlerInnendichte
Nix ernst nehmen, viel Spaß haben, alles dürfen: Tino Bomelino bei der "We trust!"-Show im Dortmunder FZW. Foto: mar

Poesie und Beatbox, Musik und Videospiele, Malerei und Cheerleaderinnen – kaum etwas, mit dem die Hammerveranstaltung „We trust! Show“ am Sonntag im FZW nicht aufwarten konnte. Die VeranstalterInnen machen dem Namen alle Ehre: Man konnte ihnen vertrauen, dass das Alle-Künste-Projekt alles bieten würde, was Bock macht, und alles, was geil ist.

Poetry-Slam-Liebeskummeranthologie „Schreiben statt jammern“
„Ich spreche obligatorisch metaphorisch“: In ihren Texten behandelt Bochumer Slammerin Felicitas Friedrich oft Gefühle und Sprache. Foto: Der Fotowikinger

Warum hat er mich verlassen? Warum kriege ich nie eine ab? Warum gerate ich immer an den Falschen? Soll ich sie nicht doch nochmal anrufen? – Fragen, die so oder anders sich wohl jeder und jede schon mal gestellt hat. Der Lektora-Verlag riet: „Schreiben statt jammern“ und hat ein Buch mit Einsendungen zum wohl abgedroschensten Thema der Kulturgeschichte herausgebracht. Und damit bewiesen, dass Poetry Slam besser ist als sein Ruf, denn das Buch versammelt einige frische, absurde und nachdenkliche Perspektiven zum Thema.

Treibgut präsentierte „Read & Roll“ im KulturCafé
Melody hat sich kurz vor Beginn der Show für die Offene Bühne gemeldet – schade, wenn sie’s nicht getan hätte. Foto: mar

Für die Literaturinitiative Treibgut luden am 1. Juni Marock Bierlej (:bsz-Leserinnen als Marek Firlej bekannt) und Felicitas Friedrich ins KulturCafé zum „Read’n’Roll“, einer bunten Mischung aus Lesung und Poetry Slam, ein, die – großzügig betrachtet – einen roten Faden erkennen ließ.

Seiten