Poetry Slam
Hate Poetry – Rassismus ist nicht tot, aber ausgeliefert ist man ihm nicht
Hate Poetry im Prinz-Regent-Theater: Die SlammerInnen nehmen es mit Humor. Foto: tims

Hate Poetry ist ein neues, originelles Format, eine Mischung aus Poetry Slam und Satire-Lesung. Drei JournalistInnen traten am 11. Mai im Prinz-Regent-Theater gegeneinander an, indem sie ihre härtesten, diffamierendsten und rassistischsten LeserInnenzuschriften vortrugen. Es wurde in vier Kategorien einE SiegerIn ermittelt und GewinnerIn war immer der-/diejenige, welche/-r das Publikum durch die Performance am meisten zum Lachen brachte. Das Ziel dieser Veranstaltung war aber nicht nur bloße Unterhaltung, sondern auch der Kampf gegen den alltäglichen Rassismus unter dem Motto: „Rassismus gemeinsam weglachen“. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur, BoFo e. V.,  und mit Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Bochum als auch der Bochumer Agenda 21 realisiert.

Zwölf SlammerInnen spielten beim Campus-Slam mit Worten und Bildern
Noch ahnt ahnt er nichts von seinem Sieg: Tuna Tourette (rechts) spricht mit Moderator Sebastian 23, dazwischen Slamteilneh­merInnen Felicitas und Frederik. Foto: USch

Ein Abend im April. Im gut gefüllten KulturCafé sitzen Studierende zusammen; Stimmengewirr erfüllt die Luft, im Hintergrund läuft leise Musik. Doch die BesucherInnen, die es an diesem Abend des 29. April ins KulturCafé zog, redeten zu Beginn nur, weil sie auf die WortakrobatInnen warteten, die bald die Bühne betreten sollten. Sie wollten den auf der Bühne vorgetragenen Worten lauschen. Worte, die zornig sind, Worte, die berühren wollen oder den/die ZuhörerIn einfach nur zum Lachen bringen sollen. Es war so weit – auf dem Campus fand wieder der semesterliche Poetry Slam statt.

AStA begeistert mit Comedy und Slam
Halten den Kulturbetrieb auf dem Campus am Laufen: KulturCafé-Geschäftsführer Hüseyin Bali sowie die AStA-KulturreferentInnen Nur Demir und Mohamed-Ali Saidi. Foto: USch

Im Oktober 1997 öffnete das AStA-KulturCafé seine Pforten und wird seither in Eigenregie der Verfassten Studierendenschaft betrieben und von Geschäftsführer Hüseyin Bali geleitet. Viele kulturelle Highlights hat es dort in den letzten 15 Jahren gegeben, und seitdem die Fachschaftspartys nicht mehr in den übrigen Uni-Gebäuden stattfinden dürfen, ist das KulturCafé hierfür die einzige Location auf dem Campus. Seit 2011 findet dort auf Initiative des AStA-Kulturreferats zudem jedes Semester der von Slammer-Legende Sebastian23 moderierte CampusSlam statt, der das KulturCafé regelmäßig aus allen Nähten platzen lässt. Das kann höchstens ‚König Fußball‘ toppen! Kulturreferentin Nur Demir (Internationale Liste) will diese Erfolgsgeschichte auch 2014 fortschreiben.

Comedy im Hörsaal und Slammen im KuCaf
Reine Männerrunde bei der 1LIVE-Hörsaal-Comedy: Luke Mockridge, Uli Grewe, Maxi Gstettenbauer, Quichotte und Christian Schiffer (von links nach rechts). Foto: USch

Nachdem am Sonntag erstmals in der dreijährigen Geschichte der 1LIVE-Hörsaalcomedy der RUB-Campus zum Veranstaltungsort der prominenten Entertainment-Reihe wurde, haben Wortkunst-Fans am kommenden Dienstag gleich die nächste Chance, einen kurzweiligen und witzigen Abend zu erleben: Zum vierten Mal lädt das AStA-Kulturreferat am Dienstag ab 19.30 Uhr zum Poetry-Slam mit Sebastian23 ins KulturCafé ein.

„Dead or Alive Slam“ im Schauspielhaus: Erster Sieg für die toten Dichter
Tote slammen länger: Dostojewski freut sich über seinen Sieg. Bild: Jacq

Der „Dead or Alive Slam“ ging letzten Freitag im Schauspielhaus Bochum in eine neue Runde. Tote Dichter vs. gegenwärtige Poetry-SlammerInnen. Ganz knapp machten diesmal die toten Dichter, inszeniert von SchauspielerInnen des Bochumer Schauspielhauses, das Rennen. Die hatten den Sieg sowohl dem legendären Fjodor Michailowitsch Dostojewski als auch dem bewundernswerten Schauspieler Daniel Stock zu verdanken.

Seiten